Déclin du système scolaire en Allemagne

Article de la toute nouvelle Ligue de Hambourg …

Die „Frankfurter Schulinitiative“ ist ein noch junges bundesweites Netzwerk aus Lehrern, Eltern und Schülern, die sich für eine Wiederherstellung der deutschen Schulqualität einsetzen. Von einem Hamburger Lehrer aus dieser Initiative erhielt PI den folgenden Beitrag, der die Zustände in den Klassenzimmern eines kaputt reformierten Schulsystems anschaulich beschreibt: In den Klassenzimmern des staatlichen deutschen Schulsystems, vor allem in westdeutschen Großstädten und dort insbesondere in den sich ausbreitenden, nun auch hierzulande so genannten „Ghettos“, sitzen die Betrogenen von heute und die Verlierer von morgen. Gelernt wird schon lange nicht mehr in deutschen Klassenzimmern, und wer das nicht glaubt, ist schlecht informiert.

Tatsache ist, dass in den achten Klassen der in Hamburg unter der ideologischen Parole „Gemeinsam besser lernen“ zusammengefassten ehemaligen Real-, Haupt- und Sonderschulen viele deutsche Schüler nicht einmal die Grundrechenarten bis hundert beherrschen. Fragt der Lehrer in einer Förderklasse Neuntklässler, die kurz vor ihrem Hauptschulabschluss stehen, wieviel ein Drittel plus ein Drittel sind, so bekommt er von sechs Schülern mindestens fünf verschiedene Antworten. Dass ein Viertel nicht mehr als ein Drittel ist oder wieviel fünfundzwanzig Prozent von hundert sind – all diese elementarsten mathematischen Größen sind nach neun Jahren Mathematik unbekannt. Viele Schüler sind nicht einmal in der Lage, einen vollständigen deutschen Satz ohne Grammatik- und Denkfehler zu sprechen, geschweige denn einen deutschen Satz aufzuschreiben.
Alltäglich hartnäckige Lernverweigerung, etwa Hausaufgaben nicht zu machen, ist so normal, dass in vielen Schulen gar keine Hausaufgaben mehr aufgegeben werden. Schulschwänzen wird systematisch toleriert. Und da Noten die Kinder unglücklich machen könnten, werden diese möglichst vermieden oder nach Möglichkeit aufgebessert. Die Lehrer wissen all das und behaupten erschöpft, es wäre doch schlimmer, Kindern ohne Schreib- und Lesefähigkeit keinen Schulabschluss zu geben, das könnte deren Zukunft zerstören. Dass es sich allerdings um Massen von Analphabeten handelt, die wird uns erziehen, das wird statistisch regelmäßig wegretuschiert. Sitzenbleiben gar, oh nein, wie sagte es der selbstgewisse Hamburger Schulsenator gerade: das bringe gar nichts, das sei verschwendete Lebenszeit für die jungen Menschenskinder, sie würden dadurch vielleicht sogar sozial isoliert. Auch Faulheit kann es in der Welt wissenschaftlich belegter Sozialpädagogik nicht geben. An „faulen“ Schülern kann laut grauer Theorie nur der Lehrer schuld sein, der nicht im Stande ist, die Kinder richtig zu motivieren.
Preußisch genannte Tugenden sucht man im deutschen Unterricht vergebens; jede Form von Zwang käme einem Sakrileg gleich, da ja vielleicht „Untertanen“ erzogen werden könnten. Diese Lektion hat die neue Generation deutscher Lehrer gelernt: Alle traditionellen Erziehungsmethoden gelten ungeprüft als unterdrückend und werden kurzerhand in die politisch rechte Ecke verwiesen. Die „moderne“ Didaktik propagiert das selbstmotivierte Lernen, eine Anleitung der Kinder durch Erwachsene oder die Vermittlung von konkreten Inhalten wäre eine Unterdrückung kindlicher Phantasie und Individualität. Denn, so sagen die Herren Professoren Erziehungswissenschaftler, „Phantasie und Kreativität“ sind das höchste Gut des Kindes, und die dürfen keinesfalls unterdrückt werden. Im Ergebnis bleiben die Kinder sich selbst überlassen und lassen sich gehen, wohin wissen sie nicht, und die Erwachsenen wissen es auch nicht. Durch ihre „Phantasie und Kreativität“ fallen vor allem die Kinder mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ auf, die neuerdings nach dem Inklusionsprinzip durch die Klassen geistern. Und so muss jeden Morgen ihrer überbordenden Phantasie vorsichtig eine Grenze gesetzt werden, indem man ihnen wiederholt mitteilt: „Heute versuchen wir, Schimpfworte wie: Du Fotze, Arschficker, Isch fick deine Mudder, Judensau verrecke, Niggerschwein, möglichst nicht zu sagen.“
Padagogikstudenten bringt man bei, wie sie Kinder zu „cooperative work“ heranziehen, der Zusammenarbeit im Kollektiv als Selbstzweck, ohne lohnenswerte Inhalte. In der neuesten Reform, der sogenannten „Profiloberstufe“ wird auf vertieftes Wissen in einzelnen Fächern komplett verzichtet zugunsten einer Vernetzung mit anderen Wissensgebieten, wie man sagt. In Wirklichkeit wird das Denken in Zusammenhängen immer weniger geschult, aber das oberflächliche Herumspielen mit unverstandenen Begriffen lässt Kinder zu gefühlten Piraten des Cyberspace werden.
Ein Lehrer soll heutzutage in seinem Selbstverständnis ein „Begleiter des Kindes“ auf dem Weg zu „eigenverantwortlichem und selbständigem Kompetenzerwerb“ sein, und dieser Prozess soll auch noch von den Schülern selbst reflektiert werden. Am Ende der Schulzeit können die Kinder nicht fehlerlos lesen, rechnen und schreiben. Unsozial und gewalttätig sind viele von ihnen auch. Welche Kompetenzen haben sie dann eigentlich erworben? Und so ein „Kinderbegleiter“ steht dann im Klassenzimmer: Mit seinem coolem Kapuzenpullover, damit sich nur ja keine Hierarchie abbildet, ist er natürlich genauso gekleidet wie seine Ghettokids und fragt die Schüler: „Was wollt ihr heute denn mal üben“? Und wie jeder sich denken kann, erschallt prompt ein: „Eh, digga, nix.“ „Ihr könnt doch nicht immer nur malen“, schüttelt der „Begleiter“ seinen Schädel, aber die Augen der Kinder sind bereits unter dem Tisch auf ihren immerhin auf lautlos geschalteten Smartphones, manche stehen auch gelangweilt auf und wandern durch die Klasse oder gehen einfach weg.
Unseren hoch bezahlten Expertenkommissionen scheint all das zu entgehen. Aber der Probleme nicht genug lieben unsere schlauen Professoren, Pädagogen, politisierenden Pfaffen und Politiker die Zustände in ihrer neuen „bunten“ Republik so sehr, dass sie so viele „Zuwanderer“ aus allen Herren Länder geholt haben, dass ein deutsches Klassenzimmer in westdeutschen Großstädten zu siebzig bis neunzig Prozent (!) aus grölenden und ihre Autonomie nutzenden „Südländern“ besteht, die sich wundern, dass der Lehrer ihr Kumpel sein möchte, und, wenn sie ihn reizen bis die Tränen kullern, der Rohrstock nicht in Sichtweite hängt. Die Millionen Zugewanderten aus den Kulturregionen arabischer Wüsten und afrikanischer Savannen können mit diesem Unterrichtsstil gar nichts anfangen. Und so sind paradoxerweise manchmal gerade sie es, die entweder – je nach Familientradition – in der Schule ihre „guten Geschäfte“ vorbereiten oder den Lehrer auffordern, mittels Frontalunterricht endlich Inhalte zu vermitteln und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. So kommt es, dass in einem Deutschland, das wie selbstvergessen vor sich hintreibt, die Zugewanderten, die in ihren Heimatländern noch von einem Deutschland gehört haben, das bereits mit dem letzten deutschen Kaiser untergegangen ist, von den Deutschen fordern: endlich wieder Vernunft anzunehmen!
Das Thema Schule hat in den deutschen Systemmedien inzwischen einen festen Platz, und so kommt es, dass der Öffentlichkeit zumindest von besonders krassen Vorfällen, etwa missglückten Mordversuchen im Klassenzimmer, berichtet wird, wie neulich in Hamburg, als ein neunjähriger Afrikaner seinem Mitschüler die Schere wie einen Dolch in den Rücken rammte, da jener ihm nicht schnell genug den Radiergummi zurückgeben wollte. Das ist übrigens der normale Wahnsinn an den Schulen im bunten Deutschland, und wie weit diese Zeit von frechen Pennälern aus dem Film „Die Feuerzangenbowle“ entfernt ist, das ist kaum mehr messbar, aber jene humanen Zustände der 50er Jahre muten heute geradezu idyllisch an.
Natürlich wissen sowohl Schulleitung als auch Schulbehörden, was so abgeht, und so eilte nach dem besagten mörderischen Vorfall sofort ein „Krisenpräventionsteam“ in das Klassenzimmer und gaffte auf die Blutlache. Und die sofort alarmierte „Beratungsstelle für Krisenbewältigung und Abhängigkeitsprobleme“ schickte eine Sozialpädagogin – mit Migrationshintergrund natürlich, damit ja kein deutscher Lehrer auf die Idee kommen könnte, einen Ausländer zu beschuldigen oder ähnlich faschistisch Verwerfliches. Nein, was nicht sein soll, das hat es gefälligst auch nicht zu geben. Die Behörde konnte schon am nächsten Tag mit dem eigens aufgestellten „Gewaltpräventionsteam“ in der betreffenden Klasse über Gewalt und Frieden diskutieren, während einen Flur tiefer schon der nächste Fall…
Die heutige reformierte Schule ist zu einer Art Hospital geworden, in dem jeder Form pennälerhafter Verweigerung eine tiefe psychologische Ursache zugeschrieben wird. Das bekannte „Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom“ (AHDS) ist dabei eine Art Auszeichnung, vermutet man hinter lärmenden Faxen doch die Seelen von Hochbegabten, die ihre kreative Energie eben nicht zu bündeln wissen. (Als Beispiel muss der zigfache amerikanische Olympiasieger Michael Phelps herhalten, der allerdings nur durch härtestes Training solche einmaligen Erfolge erzielen abrufen konnte, ein leistungspädagogisches Konzept, das dem trägen Kleinbürgertum in unseren Schulbehörden ungefähr so fern liegt wie die Milchstraße.) Früher nannte man solche Kinder einfach Zappelphilipp, und ihre Verhaltensorgien hat Wilhelm Busch unvergesslich illustriert. Ein für Deutschland eher neues Phänomen sind hungrige und stinkende Kinder, was man häuslicher Verwahrlosung zuschreibt, wenn die Hartz-4-Mutter wieder einmal mit einem anderen Mann aufgewacht ist und nicht richtig Bock hat, den eigenen Kindern ein Pausenbrot zu schmieren. Beliebt bei Schulbehörden ist auch die Diagnose „LSE“. Hinter dem geheimnisvollen Kürzel stecken die Euphemismen: leichte Defizite im Lernen, Defizite beim Sprechen und Defizite in der emotionalen Entwicklung. Auf gut deutsch gesagt: Die Kinder haben nichts gelernt und benehmen sich wie Äffchen im Käfig. Weiterer sinnloser Förderunterricht auf Staatskosten ist ihnen damit zugesichert.
Längst hat die große Mehrheit der Lehrer besonders in den „sozial benachteiligt“ genannten Vierteln aufgegeben und ist froh, wenn sie sich ins Wochenende retten kann, um dann alsbald in den Urlaub abzutauchen, aus dem man am liebsten niemals zurückkehren möchte, falls man nicht schon monatelang krankgeschrieben ist. Die florierenden Institute für Lehrergesundheit nehmen die traumatisierten und chronisch erschöpften Lehrer dann auf und können doch die Ursache der Problematik gar nicht erreichen, aber immerhin am Symptom herumkurieren und „geburnoutete“ Lehrerseelen ein wenig streicheln.
Abschließend betrachtet, züchtet das staatliche Schulsystem Kinder heran, die sich auf oft lächerliche Weise inhaltslos selbstbewusst darzustellen wissen und nicht mehr über die Fähigkeit verfügen, sich selber kognitiv Inhalte anzueignen. Wie sollen kognitive Fähigkeiten wachsen, wenn die Schüler nicht lernen zu lernen, und zwar indem sie Inhalte lernen? Freude an schulischer Leistung durch Wissenserwerb kann so nicht glaubhaft vermittelt werden. Schule insgesamt erscheint immer mehr als eine Institution ohne geistige Sinnhaftigkeit. Die Opfer dieser pädagogischen Experimente sind zu bedauern. Die Qualität ihrer Schulabschlüsse ist in steilem Sinkflug begriffen, ein Abitur verdient in Hamburg nicht mehr seinen Namen. Für einen Nicht-Gymnasiasten besteht Bildung häufig nur noch aus Fußballereignissen, das Lesen von längeren Texten ist `eh zu mühsam, das Erlernen der Schreibschrift hat man in Hamburg abgeschafft, weil man ja e-mailen kann, zum Rechnen gibt es einen Computer und Bildung erwerben – wozu? Bekommt doch jeder Hartz 4, ob er die Schule abschließt oder nicht.
In Deutschland wächst eine Generation von Kindern heran, die um eine gute Allgemeinbildung betrogen wird und keine wirkliche Chance im Leben erhält, die ihnen gegebenen Möglichkeiten zu entwickeln; nicht weil Ungerechtigkeit herrscht, das ist linkspopulistischer Unsinn, sondern weil der kompetenzorientierte Unterricht, ideologisch verbohrt, auf die Vermittlung von Bildungsinhalten verzichtet und Schule nicht mehr als Ort des Lernens definiert. Ohne fundierte Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen können auch die hochgelobte Kreativität und Phantasie unserer Kinder nicht gedeihen. Wir haben ohne Not unser einstmals ausgezeichnetes Bildungssystem abgeschafft und damit das Fundament für die Stärke, die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand unseres Landes zerstört. Dieses Fundament wiederherzustellen ist unsere Aufgabe für die Zukunft.

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